Pop Art

Meine digitalen Bearbeitungen eigener Fotografien fallen am ehesten in die Kategorie Pop Art. Sie sind meist leuchtend bunt und abstrakt. Meistens verwende ich eins meiner Fotos, verfremde es auf verschiedene Weisen. Bei den Verfremdungen spielt der Zufall eine große Rolle. Manchmal arrangiere ich die Ergebnisse in  einem Gitter. Das Gitter wird dann erneut transformiert und ist dann entweder das Endergebnis oder der Ausgangspunkt für weitere Bearbeitungen. Ähnlich wie ein Maler Schicht auf Schicht legt oder Teile des Bildes wieder übermalt, verwende ich Iterationen von Computeralgorithmen und digitale Bearbeitungstechniken.

Hier zum Beispiel eine normalerweise ziemlich hässliche Betonskulptur aus der Taunusanlage in Frankfurt, die während einer Luminale rosa und lila angestrahlt wurde.

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Dann zog ich 16 verschiedene Verfremdungen dieses Bildes in ein 6×4 Gitter und wendete anschließend weitere Transformationen an. Das Ergebnis ist großartig. Es wirkt wie ein abstrakter Tanz von lila Elefanten und rosa Flamingos.

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Ein weiteres Beispiel: Ebenfalls bei einer Luminale wurden Im Mainzer Binnenhafen Container angestrahlt. Dort habe ich einige Fotos gemacht, unter anderem dieses Bild.

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Ich zerlegte das Bild nun in Quadrate fester Größe und erweiterte jedes Quadrat mit einen 3D Effekt. Die Füllfarbe des 3D Effekts ergibt sich aus Durchschnittswerten des ursprünglichen Quadrats. Dann wird jedes der neuen Elemente um einen zufälligen Wert gedreht, wobei die durch die Drehung entstehenden Leerstellen schwarz bleiben.  Das Ergebnis wurde noch auf ein 3:2 Format geschnitten und sieht dann so aus.

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Manchmal erzeuge ich auch eine größere Menge von Bildern, in dem ich eins meiner Fotos mehrfach mit einem auf Zufallswerten basierenden Filter verfremde. Jedes Ergebnis ist dadurch anders. Anschließend mische ich alle Ergebnisse wieder zu einem Bild zusammen. Diese Vorgehensweise relativiert den Zufallseffekt wieder. Wenn ich im ersten Schritt zum Beispiel 100 Versionen  erstelle, sehen diese alle ziemlich unterschiedlich aus. Wenn ich aber jeweils 20 davon wieder in ein Bild mische, sehen die 5 Ergebnisse sich wieder ziemlich ähnlich.

Manche meiner Bilder kommen auch ganz anders zustande. Etwa durch klassische Malerei (Acryl auf Leinwand) oder unter Verwendung von Mischtechniken wie z.B. dem teilweise Übermalen von selbst erstellten Drucken. Es steht aber fast immer ein eigenes Foto am Anfang des Prozesses.